Besuch des Oberbürgermeisters Matthias Klopfer

Am 23.07.2025 besuchte der Esslinger Oberbürgermeister Matthias Klopfer unsere Schule. 

Am Vortag hatten wir gemeinsam den Ablauf geplant, Fragen, die wir schon vorbereitet hatten, hat er Tage vor dem Besuch zugeschickt bekommen und wir haben Rollen verteilt, um den Besuch möglichst sinnvoll und aktiv zu gestalten. 

Der Tag begann mit einer kurzen Begrüßung durch die Schulleitung, gefolgt von der persönlichen Vorstellung von Herrn Klopfer, der von Anfang an einen offenen und nahbaren Eindruck machte.

Matthias Klopfer ist seit dem 1. November 2021 Oberbürgermeister von Esslingen am Neckar. Zuvor war er 15 Jahre lang Oberbürgermeister von Schorndorf. Seine Amtszeit in Esslingen beträgt acht Jahre, also bis 2029. Im Juli 2021 wurde er im zweiten Wahlgang mit 49,5 % der Stimmen direkt von der Bevölkerung  gewählt.

In seinem Vortrag stellte er klar, dass seine politischen Ziele für Esslingen bis zum Jahr 2029 verwirklicht werden sollen. Dazu zählen unter anderem die Aufwertung und Attraktivitätssteigerung der Innenstadt, die Sanierung des Marktplatzes – auch wegen eines bedeutenden Denkmals im Untergrund – sowie eine stärkere Begrünung mit mehr Bäumen und Wasserflächen. Der Autoverkehr soll reduziert werden, um die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen. Auch die Sanierung der Esslinger Burg wurde erfolgreich umgesetzt. Ein langfristiges Ziel ist es, die Stadt bis 2040 klimaneutral zu machen. Aktuell besitzt die Stadt über 1111 Immobilien, deren Nutzung und Zustand kontinuierlich geprüft werden.

Klopfer sprach auch über aktuelle soziale Herausforderungen: Über 500 Familien in Esslingen seien aktuell ohne festen Wohnraum. Er betonte dabei, dass „Obdachlose genauso wichtig sind wie Unternehmer“. Die Versorgung und Unterstützung dieser Menschen sei für ihn ein zentrales Anliegen. Ebenso problematisch sei die Lage der städtischen Klinik, die jährlich rund 20 Millionen Euro kostet, aber laut Klopfer ein zu schlechtes Ergebnis liefert – hier müsse dringend eine neue Lösung gefunden werden.

Ein weiterer Schwerpunkt seines Besuchs war das Thema Migration und Bildung. In Esslingen leben über 150 Nationen zusammen. Klopfer verwendet bewusst den Begriff „internationale Wurzeln“ statt Migrationshintergrund, um die Herkunft der Bürgerinnen und Bürger positiver darzustellen.

Am Ende des Besuchs kamen auch wir Schülerinnen und Schüler des Esslinger Abendgymnasiums zu Wort. Am Anfang begrüßten wir Ihn in unserer Muttersprache.

Wir erzählten, wie wir den Schulalltag erleben und was uns motiviert. Besonders spannend war es, dass auch ehemalige Absolventen von ihrem Weg nach dem Abschluss berichteten – welche Erfahrungen sie gemacht haben und wie sich ihr Leben seitdem entwickelt hat.

Viele Schüler haben darüber erzählt, wie dankbar sie sind, dass sie die Möglichkeit haben, ihr Abi am Abendgymnasium Esslingen nachzuholen. Schüler, die dieses Jahr Abitur geschrieben haben, haben über ihre Erfahrungen gesprochen, wie es war Arbeit mit Abitur zu verknüpfen, dass es schon hart sein kann aber dass sie diesen Weg auch ein zweites Mal wieder machen würden. Ich habe darüber erzählt, wie ich überhaupt drauf gekommen bin das Abi nachzuholen, denn ich möchte Tiermedizin studieren und hab leider meinen ersten Abi Versuch nicht geschafft und bin dementsprechend dankbar, dass ich mit 25 Jahren immer noch mein Abi nachholen kann. Dann hat noch ein Schüler erzählt, wie er aus dem Ausland nach Deutschland gekommen ist und auch gern sein Abi machen würde  dass es ihm sehr geholfen hat, dass er währenddessen auch noch arbeiten konnte, weil sonst hätte er sich das nicht leisten können. Deswegen ist ein Abendgymnasium so wichtig, nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene, die einen anderen Beruf sich ausgesucht haben. Arbeit und Schule zu verknüpfen ist vielleicht nicht so einfach, dennoch möglich und das durch ein Abendgymnasium

Der Besuch von Oberbürgermeister Matthias Klopfer war informativ, offen und inspirierend. Er sprach ehrlich über Herausforderungen, zeigte aber gleichzeitig konkrete Visionen und Lösungsansätze auf. Besonders beeindruckend war sein Einsatz für soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Stadtentwicklung und die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Besonders sympathisch war der persönliche Einblick, dass seine Familie in seine politische Arbeit mit einbezogen wird. Für ihn ist Politik nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Form von Verantwortung, die er mit persönlichem Engagement lebt.

Von Eleni Lambrou, 8. August 2025

Wir freuen uns sehr über unseren Austausch mit dem FpA Benidorm, der das erste Mal seit der Pandemie wieder stattfinden konnte. Studierende des Abendgymnasiums in Benidorm (Spanien) besuchten uns Ende Januar, Anfang Februar und die Esslinger waren über Pfingsten zum gegenbesuch in Spanien. Herzlichen Dank an alle Beteiligten.

Projektabend 22.11.2023 Abendgymnasium Esslingen, Lohwasen 1

„Rassismus – Palästina- Israel“

·       ein Abend mit einem brisanten Thema und die offizielle Aufnahme in das Netzwerk “Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage.

Es waren da:

  • der Pate Nicolas Fink (Landtagsabgeordneter/SPD), der die Widmungstafel überreichte und den ganzen Abend bei uns blieb.

  • Andreas Haiss von “Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage,der ausführlicher über das Netzwerk berichtete.

  • Herr Wötzer vom Verein „ Freunde der jüdischen Kultur Esslingen“ mit einem Vortrag zu “ Jüdische Kultur: Welche Bedeutung hat die Beschäftigung mit diesem Thema für Deutschland und Israel ?

  • Mohammad Tamim, Palästinenser und ehemaliger Abiturient, der über seine Erfahrungen zu “Deutschland und Palästina” berichtete.

  • die Schulgemeinde.

    Es war großartig zu hören, wie Herr Wötzer und Tamim in einen friedlichen und in vielen Punkten übereinstimmenden Dialog traten. Ja, es waren in Israel enorme Fehler gemacht worden, was die Siedlungspolitik anbelangt, es ist Unrecht geschehen, aber dies rechtfertigt auf keinen Fall die unmenschlichen Terrorakte der Hamas. Beide Redner waren im Konsens, dass Israel ein so schönes Land sein könnte, in dem beide Parteien friedlich miteinander leben könnten, wenn nur beide eine Demokratie miteinander schaffen könnten.

    Mir ist auch der Schlusssatz Tamims so wichtig: “bezieht nicht vorschnell Position, glaubt den sozialen Netzwerken nicht ungeprüft und denkt immer daran: es sind unschuldige Zivilisten, denen tiefstes Leid angetan wird.”

    Ein Dankeschön an alle- besonders an Petra Schneider und Jan Wagner.

 

 

·      

 

Nicolas Fink übergibt die Tafel ans Abendgymnasium

Andreas Haiss hat die Ernnenungsurkunde aus Berlin mitgebracht.